Bei der Sachsen Classic 2011 traf Klassik auf High-Tech, Sachsen vereint Mittelalter, Renaissance und Moderne. Autos stehen hier seit mehr als 100 Jahren hoch im Kurs.

Sachsen, die zweite Wiege des Automobilbaus in Deutschland, empfing die Rallye-Teilnehmer mit einem Spalier begeisterter Zuschauer vor einer Kulisse großer Kultur. Wo ist der Zuspruch größer als entlang der rund 600 km langen Strecke?

Auch in diesem Jahr wurde den Rallye-Teilnehmern bei den Wertungsprüfungen einiges abverlangt und jede hundertstel Sekunde zählte, um den Sieg einer Wertungsprüfung zu ermitteln.

Start war am 18. August 2011 in Dresden, eine Schleife führte zum Erzgebirgsring und wieder zurück in die Elbresidenz zur Gläsernen Manufaktur, wo die automobile Moderne die Klassiker von einst erwartete. Sachsens Automobiladel von einst – denken wir nur an Horch und Audi, DKW und, Wanderer Union, aber auch an Unternehmen wie Gläser - gehörten stets zum illustren Starterfeld.

Am zweiten Tag ging es von Dresden ins Elbsandsteingebirge und zum begeisterten Empfang ins tschechische Krasna Lipa, von dort über Zittau nach Görlitz.

Tag drei begann in Görlitz, folgte der Neiße ins Weltkulturerbe Fürst Pückler-Park und Schloss in Bad Muskau um sodann über Königsbrück und Oschatz das Ziel in Leipzig anzusteuern. Wer bis dahin 19 Wertungsprüfungen und 20 Zeitkontrollen korrekt absolviert hatte, durfte sich zu Recht wie ein Sieger fühlen und bei Porsche in Leipzig feiern und sich feiern lassen.

Eine souveräne Leistung zeigten an allen drei Tagen der Sachsen Classic Matthias Kahle und Peter Göbel in einem Skoda 110 R von 1971. Mit insgesamt 356 Strafpunkten lagen sie nach der dritten Etappe deutlich vorne und gewannen die 9. Sachsen Classic. 766 Strafpunkte hatten die Zweiten gesammelt, Reinhard und Sonja Moll auf einem 1969er Iso Rivolta 340. Klaus-Hasso und Tanja Heller auf einem 1963er Porsche 356 SC lagen mit 776 Strafpunkten auf Rang drei.

Unsere Fahrer Thomas Hoffmann und Maik Juppe starteten in einem Mercedes- Benz SL 350, Baujahr 1971 für das Team Union Glashütte und erzielten bei ihrer ersten gemeinsamen Rally einen respektablen 24. Platz in der Sanduhrklasse (mech. Uhren bzw. Hilfsmittel erlaubt) und einen 38. Platz in der Gesamtwertung. (188 Starter)